Herbsttreffen im Prättigau
02.09. - 03.09.2006
Ich bin zwar schon länger Mitglied im Landroverclub aber habe noch nie an einem Anlass oder Treffen teilgenommen. Nun ja, dies sollte sich ändern und so meldete ich mich kurz entschlossen an das Herbsttreffen an. War gespannt was da auf mich zukommen sollte:
Wir trafen uns am Samstag 2. September gegen Mittag auf der Autobahnraststätte “Heidiland“. Auf der Raststätte war ein gigantischer Betrieb, jeder Parkplatz besetzt, die Menschen sausten umher wie in einem Armeisenhaufen und man hatte fast den Verdacht, dass es hier was umsonst gibt. Ich glaube auch, dass alle froh waren als wir diesen Platz verliessen und uns auf einer Gartenterrasse eines Kleinen Restaurants wieder trafen. Auf der Fahrt dorthin wurde bei einem Serie II Landy die Benzinpumpe etwas zu und es bildeten sich Luftblasen, so dass ein weiterkommen ohne Abkühlung nicht mehr so ohne weiteres möglich war. Er wurde kurzerhand an den Haken genommen um etwas abzukühlen.
Zuerst verlief unsere Fahrt ins Gafiatal zum Bergrestaurant Edelweiss, wo die meisten von uns sich einen Salziz-Teller als Zvieri gönnten. Das Wetter zeigte sich fast den ganzen Tag von seiner besten Seite mit viel Sonne und blauem Himmel. Nach dieser Zwischenverpflegung ging es zurück nach St. Antönien und weiter zur Ascharina Alp. Auf dem letzten Abschnitt war die Strasse teilweise recht eng und auch über ein kurzes Stück war der Abhang auf der rechten Seite doch recht steil, was meiner Höhenangst nicht besonders förderlich war. Aber auch ich erreichte die Alp wohlbehalten, obwohl mir das Herz einmal in die Hose gerutscht war.
Als nächstes wurden die Fahrzeuge geparkt und die Nachtlager errichtet. Die ersten Kinder machten sich auch schon auf den Weg um die Umgebung etwas zu erkunden und nach kurzer Zeit hörte man von überall her Stimmen die uns im Lagerplatz zurückgebliebenen zuruften. Leider hat es kurz nach unserer Ankunft auf der Alp zu regnen begonnen, dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch und allmählich hatte auch jeder schon wieder etwas Hunger und freute sich aufs Abendessen.
Da der Regen nicht aufhören wollte, wurde kurzerhand wurde eine Plache organisiert und über dem Kochplatz installiert und auch die Tische wurden im nahe gelegenen Kuhstall aufgebaut. Somit war alles im trockenen und es stand dem feinen Nachtessen nichts mehr im Wege.
Als Anfang gab es einen gemischten Salat und Brot. Der Hauptgang bestand aus frisch zubereiteten “Älplermaccaronen“ und einem feinen Schweinskottlet mit Kräuterbutter. Der Abschluss bildete ein Dessert aus Meringueschalen und frisch geschlagener Milch.
Auf der Anmeldung stand, das man Holz für ein Lagerfeuer mitnehmen sollte aber daraus wurde leider nichts, da das Wetter, wie erwähnt, nicht ganz mitspielen wollte.
Nach dem mehr als feinen Essen sassen wir noch zusammen und tranken unseren “verdünnten“ Kaffee und Tee und es wurde noch lange geplaudert und diskutiert bis auch die Letzten ihren Weg ins Bett fanden.
Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter nicht sonderlich geändert und so regnete es zwischenzeitlich immer wieder ganz leicht. Jeder hatte sein Frühstück selber mitgebracht, das entweder unter den aufgestellten Fahrzeugmarkisen oder im Kuhstall eingenommen wurde.
Nach dem Frühstück tat sich der Himmel etwas auf und ein grosser Teil der Gruppe machte sich auf die Wanderung zum Jäggisch Horn. Diese verlief eigentlich problemlos obwohl der Boden durch den Regen teilweise etwas rutschig war. Das letzte Stück konnte ich leider nicht mitgehen, da der Weg über einen Grat führte und meine Höhenangst erbarmungslos zuschlug. Aber auch von diesem Punkt aus hatte man eine wunderschöne Sicht ins Prätigau. Der Abstieg verlief zügig und problemlos.
Als wir zum Lager zurückkamen machten wir uns langsam wieder fertig um die Rückreise anzutreten. Im Tal angekommen kehren wir noch beim Bellawiese Wirt ein, der auch uns ein Abend zuvor das leckere Essen zubereitet hat. Nach einem sehr feinen Essen verabschieden wir uns und treten nun endgültig die Heimreise an.
Es war ein wunderschönes und erholsames Wochenende mit vielen netten, sympathischen Leuten und ich werde schauen, dass ich ab nun öfters an solchen Veranstaltungen dabei sein kann…